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Pressemitteilung

Rosenheim, 24. Juli 2008

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Faszination Moor auch für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte
Unter widrigen Wetterbedingungen errichten derzeit 16 Jugendliche aus acht europäischen Ländern einen Rollstuhl-Bohlenweg in die Moorerlebnisstation Sterntaler Filze. Landrat Josef Neiderhell, die Behindertenbeauftragte des Landkreises Rosenheim Anita Knochner und Bad Feilnbachs Bürgermeister Hans Hofer bedankten sich am Mittwoch für ihren ehrenamtlichen Einsatz.
Wegen der zum Teil recht heftigen Regenfälle der vergangenen Tage mussten die jungen Frauen und Männer aus der Ukraine, Algerien, Russland, Finnland, Spanien, Serbien, Armenien und der Türkei ihre Arbeit immer wieder unterbrechen.
Ralf Strohwasser, der LIFE-Projektleiter hofft trotzdem, dass die Arbeiten an dem 650 Meter langen Rollstuhlweg bis Ende kommender Woche abgeschlossen werden können. Ziel ist es, auch Rollstuhlfahrern und gehbehinderten Menschen einen Zugang zur Faszination Moor zu verschaffen.
Begleitend zum Spazierweg in die Renaturierungsfläche entstanden eine Reihe Stationen, die zum Verweilen einladen. Dazu gehören ein Aussichtshügel, eine Vogelbeobachtungsstation, Picknickbänke, eine Urwaldstation sowie ein natürliches Moorbad. Jeder der Lust hat, kann sich dort in eine 30 Zentimeter tiefe Moorschicht legen.
An den Stationen fehlt derzeit noch die Beschilderung. Anita Knochner schwärmte von einer Insel der Ruhe. Sie könne nur jedem raten hierher zu kommen. Sie sei schon einmal hier gewesen, musste aber auf Händen getragen werden. Es sei fantastisch, dass sie jetzt selbst herfahren könne, so die Rollstuhlfahrerin.
Für Landrat Neiderhell ist die Vogelbeobachtungsstation der Höhepunkt. Sie erinnere ihn daran, dass er schon als Kind Tiere im Moor beobachtet habe.
Als Dankeschön für den Arbeitseinsatz erhielten die Jugendlichen von Neiderhell und Knochner Gutscheine für eine Schifffahrt auf dem Chiemsee mit Besuch der beiden Inseln sowie einer Führung auf Schloss Herrenchiemsee.
LIFE-Projektleiter Strohwasser hatte das Projekt "Rollstuhl-Bohlenweg" beim Internationalen Jugendgemeinschaftsdienst mit Sitz in Bonn angemeldet. Die Jugendlichen, die sich dort für diese Aktion interessierten, wurden in den Landkreis Rosenheim vermittelt. Der noch nicht ganz fertig gestellte Weg ist zu erreichen über das zwischen Bad Feilnbach und dem Raublinger Ortsteil Großholzhausen gelegene Derndorf.

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Jugendliche mit Landrat (vorn mitte), der Behindertenbeauftragten und Bad Feilnbachs Bürgermeister Hofer (links)

Jugendliche mit Landrat (vorn mitte), der Behindertenbeauftragten und Bad Feilnbachs Bürgermeister Hofer (links)

LIFE-Projektleiter Ralf Strohwasser hinter den beiden Rollstuhlfahrern

LIFE-Projektleiter Ralf Strohwasser hinter den beiden Rollstuhlfahrern

Behindertenbeauftragte des Landkreises Rosenheim Anita Knochner beim erstmaligen Befahren des Rollstuhl Bohlenweges. Hinter ihr der Landratsamt Rosenheim

Behindertenbeauftragte des Landkreises Rosenheim Anita Knochner beim erstmaligen Befahren des Rollstuhl Bohlenweges. Hinter ihr der Landratsamt Rosenheim

Landrat mit ein paar der Jugendlichen, im den Kuvert sind die Gutscheine

Landrat mit ein paar der Jugendlichen, im den Kuvert sind die Gutscheine

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